theatres mudam

Lemi
Ponifasio

2023–2024

Das Projekt

ProgrammReportagen
Klaus Rudolph

Das innovative red bridge project wurde 2017 ins Leben gerufen und soll Brücken schlagen, und zwar einerseits zwischen drei kulturellen Institutionen in Luxemburg, die sich auf beiden Seiten der «roten Brücke» befinden, die das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Kirchberg verbindet, andererseits aber auch zwischen künstlerischen Disziplinen, Publikum und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen. Dieses Projekt, das die Erforschung neuer Arbeitsweisen fördert, ermöglicht es jeder dieser Institutionen, ihre eigenen Grenzen zu erweitern. Nach Anne Teresa De Keersmaeker und William Kentridge eröffnet die dritte Ausgabe mit der Wahl des samoanisch-neuseeländischen Künstlers Lemi Ponifasio eine neue Dimension. Seine Vision ist es, mit dem red bridge project eine Einladung an die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen Luxemburgs auszusenden und dafür mit seiner Compagnie MAU und den drei Institutionen schöpferisch und im Dialog zusammenzuarbeiten.

Lemi Ponifasio

Der neuseeländisch-samoanische Regisseur und Choreograf Lemi Ponifasio ist bekannt für seine radikalen, «Kosmovision» genannten, theatralen Vorstöße und seine Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften und Kulturen. Ponifasio gründete 1995 MAU, das die philosophische Grundlage seiner Arbeit bietet und zugleich den roten Faden, der sich durch diese zieht. MAU ist gleichzeitig die Bezeichnung für die Menschen und Gemeinschaften, mit denen er zusammenarbeitet. MAU ist das samoanische Wort für die Erklärung der Wahrheit in einer Sache, im Kontext einer im Raum stehenden Transformation. Nach der belgischen Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker (2017/18) und dem südafrikanischen Künstler William Kentridge (2020/21) ist Ponifasio der dritte Künstler, der die künstlerische Leitung des red bridge project übernimmt, einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Théâtres de la Ville de Luxembourg, dem Mudam und der Philharmonie.

The Manifestation

Ce que résister veut dire

par Jérôme Quiqueret

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